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Vorbereitung Vorstellungsgespräch – Geplant ist halb gewonnen

Sie haben nun die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch bekommen? Nun geht es darum, eine gute Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch umzusetzen. Wie Sie das schaffen, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Die grundsätzlichen Dinge bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch

Zu einer guten bis sehr guten Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch gehören grundsätzlich drei Dinge:

  1. vollständige Bewerbungsunterlagen
  2. ausreichend Kenntnisse über das Unternehmen
  3. angemessene Kleidung und Auftreten

Warum ist eine passende Kleidung so wichtig? Der Kleidungsstil ist Ihr direktes Aushängeschild und sollte zwingend zum zukünftigen Unternehmen und vor allem zu Ihrer Position passen. Neben der Tatsache, dass Sie schick und passend angezogen sein sollten, wird Ihnen angemessene Kleidung mehr Sicherheit verleihen. Sie dürfen bei der Wahl der passenden Kleidung auf keinen Fall Ihren Wohlfühlfaktor aus den Augen verlieren. Denn dass Sie sich wohlfühlen ist ebenfalls ein wichtiger Punkt auf dem Weg zum Erfolg eines Vorstellungsgespräches.

Packen Sie eine vollständige Bewerbungsmappe ein

Vielen Bewerbern ist dieser Schritt gar nicht bewusst und Sie stellen sich die Frage, warum Sie eine Bewerbung erneut mitbringen sollen. Bewerber erleben es jedoch immer wieder, dass der Arbeitnehmer die gewünschte Bewerbung eben nicht zur Hand hat und somit weder Ihren Lebenslauf noch Ihr Bewerbungsschreiben einsehen kann. Wenn Sie in diesem Moment Ihre Bewerbungsmappe vorlegen, wird Ihnen das sicher Pluspunkte einbringen.

Informieren Sie sich im Vorfeld über das Unternehmen

In einem Bewerbungsgespräch können Sie nicht nur durch Ihr Auftreten, sondern vor allem mit Ihrem Wissen überzeugen. Daher lohnt es sich auf jeden Fall wichtige Daten und Fakten über das Unternehmen zusammentragen. Folgende Fragen unterstützen Sie bei Ihrer Recherche:

  • Wann wurde das Unternehmen gegründet?
  • Hat das Unternehmen mehrere Standorte?
  • Wie viele Mitarbeiter werden in diesem Unternehmen beschäftigt?
  • Was genau macht das Unternehmen? Dienstleistung, Produktion oder Beratung?
  • Wie ist die Geschäftsführung aufgestellt?
  • Idealerweise informieren Sie sich auch über die wirtschaftliche Entwicklung und können mit Zahlen und Daten Ihren neuen Chef beeindrucken.

Wissen Sie genau, was alles in der ausgeschriebenen Stellenbeschreibung steckt?

Natürlich wissen Sie genau, auf welche Stelle Sie sich beworben haben. Und doch lohnt es sich, die Stellenausschreibung so genau wie möglich zu kennen. Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie sich die Anzeige genau an. Sind alle Punkte der Stellenausschreibung deutlich für Sie? Befinden sich Fachbegriffe in der Anzeige, die Sie im Vorfeld noch einmal recherchieren sollten? Jeder noch so kleine Punkt der Stellenbeschreibung sollte Ihnen geläufig sein. Fehlen Ihnen wichtige Punkte in der Stellenanzeige, notieren Sie sich entsprechende Fragen dazu.

Bereiten Sie sich auf die typischen Fragen eines neuen Chefs vor

Kaum ein Personalleiter lässt eine der typischen Fragen aus und möchte mit Sicherheit, dass Sie kurz zusammenfassen, was Sie in den letzten Jahren gemacht haben. Dafür sollten Sie Ihren eigenen Lebenslauf stimmig im Kopf haben und diesen gut erzählen können. Als kleiner Tipp: vielen Bewerbern fällt es leichter, wenn Sie hinten beginnen und dann nach ein paar Jahren der Auflistung aufhören. Schließen Sie die Aufzählung dann einfach mit den Worten: “Das waren die wichtigen Eckpunkte in meinem beruflichen Werdegang” ab. Dann ist Ihrem Gegenüber bewusst, dass Ihre Ausführung beendet ist.

Doch es können weitere typischen Fragen auftauchen

  • Warum sollten wir genau Sie einstellen?
  • Welche positiven Eigenschaften bringen Sie mit?
  • Gibt es auch negative Eigenschaften, die Sie mitbringen werden?
  • Was möchten Sie in fünf Jahren erreicht haben?
  • Können Sie gut mit Kritik umgehen?
  • Wie sieht Ihr idealer Tag auf der Arbeit aus?
  • Haben Sie Wege, sich selbst zu motivieren?
  • Sind Sie in der Lage, Druck auszuhalten?
  • Arbeiten Sie gerne im Team oder sind Sie eher ein Einzelplayer?
  • Was machen Sie, wenn Sie einen Fehler gemacht haben?
  • Warum haben Sie Ihre letzte Arbeitsstelle verlassen?

Zum Schluss sind Sie an der Reihe und Ihr Gegenüber wendet sich an Sie: Haben Sie noch Fragen an mich?

Auf keinen Fall sollten Sie an dieser Stelle einfach NEIN sagen, sondern ganz gezielt einige Fragen parat haben. Die Fragen, die Sie nun stellen, beziehen sich optimaler Weise zwingend auf Ihren neuen Job und wurden auch noch nicht angesprochen. Nutzen Sie hier auch die vorab notierten Fragen zur Stellenausschreibung.

Einige Beispiele für Fragen, falls diese noch nicht beantwortet wurden

  1. Wann genau soll es losgehen?
  2. Arbeiten Sie mit einem Gleitzeitmodell oder gibt es feste Arbeitszeiten?
  3. Ist es möglich, dass ich mir den zukünftigen Arbeitsplatz anschaue?
  4. Wie sind die Aufstiegschancen in Ihrem Unternehmen?
  5. Gibt es einen Vorgänger für diese Stelle und ist dieser noch im Unternehmen?
  6. Was wünschen Sie sich von Ihrem zukünftigen Mitarbeiter?
  7. Sie haben folgende Aufgaben in der Stellenausschreibung benannt………….. Gibt es weitere, über die ich Bescheid wissen sollte?
  8. Gibt es einen Einarbeitungsplan für diese Stelle und wer kann mich während der ersten Zeit in Ihrem Unternehmen unterstützen?
  9. Stehen mir Unterlagen zur Verfügung, in die ich mich einlesen kann?

Überlegen Sie sich bei Ihrer Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch, welche Fragen relevant sein können.

Folgende Fragen gilt es zu meiden:

  1. Wie ist die Fluktuationsrate in Ihrem Unternehmen?
  2. Gibt es einen Betriebsrat?

Zusammenfassung

Eine gute Vorbereitung bringt Sie nicht nur näher an Ihren neuen Traumjob, sondern verleiht Ihnen die notwendige Sicherheit und Gelassenheit im Vorstellungsgespräch. Wichtig ist, dass Sie immer bei der Wahrheit bleiben, alles andere wird Ihnen in der späteren Tätigkeit immer wieder auf die Füße fallen. Gestehen Sie auch auf Ihre Schwächen ein und zeigen so, dass Sie in der Lage sind diese zu erkennen und daran zu arbeiten.