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Jobfinder - Wechsel des Arbeitsplatzes

Wechsel des Arbeitsplatzes – So gelingt er!

Arbeitsplatzwechsel – Was noch vor dreißig Jahren undenkbar war, kommt heute immer häufiger vor – Arbeitnehmer wechseln ständig ihren Arbeitsplatz. Dafür gibt es viele Gründe. Für junge Menschen eröffnet es die Möglichkeit schnell neue Fähigkeiten zu erlernen und die Karriereleiter zügig nach oben zu klettern. Doch egal, aus welchem Grund Sie Ihren gewohnten Arbeitsbereich verlassen, es werden Fragen nach dem Resturlaub, Kündigungsschreiben oder auch Kündigungsfristen zu klären sein.

Betrachten wir im ersten Schritt einmal, warum es überhaupt zu einem Arbeitsplatzwechsel kommen kann.

  • Sie möchten eine neue Herausforderung oder Sie sind mit dem derzeitigen Aufgabengebiet oder dem Arbeitsklima einfach nicht mehr zufrieden.
  • Die Weiterentwicklung in Ihrem derzeitigen Unternehmen ist nicht mehr gegeben und Sie möchten nicht länger auf der Stelle treten, sondern Ihre Karriere wieder ankurbeln.
  • Es erfolgt auch nach mehreren Gesprächen keine Gehaltsanpassung.
  • Die Entlohnung ist in der letzten Zeit nicht erhöht worden, dafür wachsen Ihr Aufgabengebiet und Ihre Verantwortung aber ständig.
  • Eine wachsende Unzufriedenheit führt dazu, dass Sie immer wieder wegen Krankheit ausfallen? Auch dann sollten Sie Ihren Job und Ihre Zufriedenheit etwas näher betrachten.
  • Die Arbeit, die Ihnen zugewiesen wird, entspricht nicht Ihren Qualifikationen.
  • Häufige Überstunden führen dazu, dass Ihr Privatleben auf der Strecke bleibt.

Was geschieht mit Ihrem Urlaubsanspruch bei einem Arbeitsplatzwechsel?

Ihr Urlaubsanspruch besteht, auch wenn Sie das Unternehmen wechseln. Dennoch sind die Art und Weise, wie der Urlaubsanspruch abgegolten wird, sehr unterschiedlich. So können Sie die restlichen Urlaubstage zum Ende des Arbeitsverhältnisses nehmen und somit früher das Unternehmen verlassen. Oder diese werden Ihnen dem letzten Gehalt ausgezahlt. In beiden Fällen sprechen Sie vorher mit dem Arbeitgeber oder der Personalabteilung. Nur so können Sie sicherstellen, dass man in Ihrem Sinne entscheidet. Wie viele Tage Urlaub Ihnen zustehen, werden Sie immer in Ihrem aktuellen Arbeitsvertrag finden können.

Auch die Tatsache, wann Sie einen Wechsel des Arbeitsplatzes vornehmen, spielt hier eine wichtige Rolle. Bei einem Wechsel im ersten Halbjahr können Sie Ihren nicht genommenen Urlaub bei Ihrem neuen Arbeitgeber beanspruchen. Allerdings müssen Sie in diesem Fall einen Nachweis Ihrer Urlaubstage bei Ihrem alten Arbeitgeber beantragen. Wer hingegen das Unternehmen im zweiten Halbjahr wechselt, der kann seinen vollen Urlaubsanspruch bei seinem alten Arbeitgeber geltend machen.

Wie sieht ein korrektes Kündigungsschreiben aus?

Auch bei einer Kündigung müssen Sie sich an einige Punkte halten, damit diese auch wirklich rechtsgültig ist. Wir zeigen Ihnen die Fakten auf, die ein Kündigungsschreiben zwingend enthalten muss.

  1. Empfänger-Daten und Absender-Daten müssen, genauso wie das korrekte Datum, auf der Kündigung zu lesen sein. Das Datum ist hier so wichtig, weil Sie damit die Fristwahrung dokumentieren.
  2. In der Betreffzeile sollte klar das Wort Kündigung zu lesen sein, vorzugsweise ergänzt mit Ihrer Personalnummer.
  3. Im ersten Satz sollte dann stehen, dass Sie Ihren Arbeitsvertrag, der am TT.MM.JJJJ geschlossen wurde, fristgerecht zum TT.MM.JJJJ kündigen. (Kündigungsfristen können Sie Ihrem Arbeitsvertrag entnehmen)
  4. Fordern Sie im Kündigungsschreiben ein qualifiziertes Arbeitszeugnis an und bitte Sie darum, alle Unterlagen an die obige Adresse zu senden.
  5. Auf keinen Fall dürfen Sie die Unterschrift unter Ihrem Schreiben vergessen.
  6. Keine Pflicht, aber Sie können damit Größe beweisen. Bedanken Sie sich für die Jahre der guten Zusammenarbeit.
  7. Eine Kündigung können Sie entweder persönlich überreichen sich die Abgabe dokumentieren lassen, oder Sie schicken die Kündigung per Einschreiben.
Jobfinder - Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis und die Noten dahinter

Ein Arbeitszeugnis ist ein sehr wichtiges Instrument für Ihren beruflichen Werdegang und im Idealfall können Sie ein Arbeitszeugnis von jedem Ihrer Arbeitgeber vorweisen. Doch ein Arbeitszeugnis zu lesen ist nicht immer einfach, denn hinter den Beurteilungen verstecken sich Schulnoten und Schlüsselwörter, die Sie unbedingt kennen sollten. Ein Arbeitszeugnis kann sich beim ersten Lesen positiv anhören und doch zwischen den Zeilen eine negative Beurteilung aufweisen. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihr Arbeitszeugnis von einem Rechtsanwalt prüfen lassen oder Sie lesen sich hier gründlich in das Thema ein.

Die Noten, die sich hinter den verschiedenen Formulierungen verstecken

Noten Notencode
1 stets zur vollsten Zufriedenheit
2 zur vollsten / stets zur vollen Zufriedenheit
3 zur vollen Zufriedenheit
4 zur Zufriedenheit
5 im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit
6 hat sich bemüht

Die Schlussformel verrät, wie zufrieden ein Arbeitgeber mit dem Mitarbeiter war

Auch die letzten Sätze in Ihrem Arbeitszeugnis sollten Sie genau lesen und verstehen, denn nur dann wissen Sie, welche Gesamtnote Ihre Arbeitgeber in Ihrem Zeugnis notiert hat. Allerdings ist die Schlussformel unter einem Zeugnis immer freiwillig und kann nicht erzwungen werden; dies entschied das Bundesarbeitsgericht schon vor einigen Jahren.

Noten Schlussformel
Sehr gut Der Mitarbeiter verlässt uns auf eigenen Wunsch, wir bedanken uns für eine stets sehr gute Mitarbeit. Wir bedauern, einen so hervorragenden Mitarbeiter zu verlieren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Gut Wir möchten uns für eine durchgängig gute Arbeitsweise bedanken und bedauern sehr, Frau / Herr Mustermann zu verlieren. Für die Zukunft wünschen wir privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Befriedigend Wir danken unserem Mitarbeiter und bedauern es, ihn zu verlieren. Für den weiteren Lebens- und Berufsweg wünschen wir ihm alles Gute.
Ausreichend Wir waren mit der Arbeit von XY zufrieden und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
Mangelhaft Wir wünschen unserem Mitarbeiter für die Zukunft viel Erfolg.Wir hoffen, dass unser Mitarbeiter auf dem weiteren Berufsweg Erfolg haben möge oder auch ´für das stete Streben nach guter Leistung danken wir´.

War stets bemüht steht dann für ´hat sein Ziel nie erreicht´.

Doch auch der Grund für die Kündigung kann zwischen den Zeilen gelesen werden, wir verraten Ihnen wie.

Kündigungsgrund Formulierung
Betriebsbedingt Der Mitarbeit verlässt unser Unternehmen aus betriebsbedingten Gründen.
Befristeter Vertrag Frau Mustermann verlässt das Unternehmen nach Ablauf einer befristeten Beschäftigungszeit.
Kündigung durch Mitarbeiter Herr Mustermann verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.
Aufhebungsvertrag Zum genannten Zeitpunkt wird das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst.
Fristlos Von XY mussten wir uns zum TT.MM.JJJJ trennen.