Arbeitszeugnis

Ein Arbeitszeugnis ist ein sehr wichtiges Instrument für Ihren beruflichen Werdegang und im Idealfall können Sie ein Arbeitszeugnis von jedem Ihrer Arbeitgeber vorweisen. Doch ein Arbeitszeugnis zu lesen ist nicht immer einfach, denn hinter den Beurteilungen verstecken sich Schulnoten und Schlüsselwörter, die Sie unbedingt kennen sollten. Ein Arbeitszeugnis kann sich beim ersten Lesen positiv anhören und doch zwischen den Zeilen eine negative Beurteilung aufweisen. Im Zweifelsfall sollten Sie Ihr Arbeitszeugnis von einem Rechtsanwalt prüfen lassen oder Sie lesen sich hier gründlich in das Thema ein.

Die Noten, die sich hinter den verschiedenen Formulierungen verstecken

NotenNotencode
1stets zur vollsten Zufriedenheit
2zur vollsten / stets zur vollen Zufriedenheit
3zur vollen Zufriedenheit
4zur Zufriedenheit
5im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit
6hat sich bemüht

Die Schlussformel verrät, wie zufrieden ein Arbeitgeber mit dem Mitarbeiter war

Auch die letzten Sätze in Ihrem Arbeitszeugnis sollten Sie genau lesen und verstehen, denn nur dann wissen Sie, welche Gesamtnote Ihre Arbeitgeber in Ihrem Zeugnis notiert hat. Allerdings ist die Schlussformel unter einem Zeugnis immer freiwillig und kann nicht erzwungen werden; dies entschied das Bundesarbeitsgericht schon vor einigen Jahren.

NotenSchlussformel
Sehr gutDer Mitarbeiter verlässt uns auf eigenen Wunsch, wir bedanken uns für eine stets sehr gute Mitarbeit. Wir bedauern, einen so hervorragenden Mitarbeiter zu verlieren und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
GutWir möchten uns für eine durchgängig gute Arbeitsweise bedanken und bedauern sehr, Frau / Herr Mustermann zu verlieren. Für die Zukunft wünschen wir privat alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
BefriedigendWir danken unserem Mitarbeiter und bedauern es, ihn zu verlieren. Für den weiteren Lebens- und Berufsweg wünschen wir ihm alles Gute.
AusreichendWir waren mit der Arbeit von XY zufrieden und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
MangelhaftWir wünschen unserem Mitarbeiter für die Zukunft viel Erfolg.

Wir hoffen, dass unser Mitarbeiter auf dem weiteren Berufsweg Erfolg haben möge oder auch ´für das stete Streben nach guter Leistung danken wir´.

War stets bemüht steht dann für ´hat sein Ziel nie erreicht´.

Doch auch der Grund für die Kündigung kann zwischen den Zeilen gelesen werden, wir verraten Ihnen wie.

KündigungsgrundFormulierung
BetriebsbedingtDer Mitarbeit verlässt unser Unternehmen aus betriebsbedingten Gründen.
Befristeter VertragFrau Mustermann verlässt das Unternehmen nach Ablauf einer befristeten Beschäftigungszeit.
Kündigung durch MitarbeiterHerr Mustermann verlässt unser Unternehmen auf eigenen Wunsch.
AufhebungsvertragZum genannten Zeitpunkt wird das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einverständnis aufgelöst.
FristlosVon XY mussten wir uns zum TT.MM.JJJJ trennen.

(K.S.)