Jobfinder - Gehaltserhöhung

So bekommen Sie was Sie wollen! Die Gehaltsverhandlung

Die häufig gestellte Frage, wieviel Gehalt man verlangen darf, fällt vielen Bewerbern nicht leicht, denn viele kennen ihren eigenen Marktwert nicht wirklich. Wieviel Gehalt also darf man verlangen?

Wenn in einer Stellenanzeige die Angabe der Gehaltsvorstellung ausdrücklich gewünscht wird, sollte man diese auch in seiner Bewerbung nennen, da die Bewerbung sonst bereits hier wegen fehlender Angaben aussortiert wird und damit der Bewerbungsprozess beendet ist. Wird in der Stellenanzeige nicht ausdrücklich nach dem Gehaltswunsch gefragt, bleibt es einem selbst überlassen, ob man ihn in der Bewerbung angibt oder nicht. Unterschieden werden sollte dabei zwischen der Angabe des Gehalts, das man bisher erhalten hat und des Gehaltswunsches.

Beispielsweise erhält eine Vorstandsassistentin in einem großen Unternehmen ein Jahresgehalt von 60.000 Euro. Wenn sie sich nun beruflich verändern möchte, beim Gehalt aber keine Einbußen hinnehmen will, ist es sinnvoll, dieses Jahresgehalt in der Bewerbung zu nennen. Das gibt dem möglichen neuen Arbeitgeber die Möglichkeit zu erkennen, ob die Gehaltsvorstellung in den Gehaltsrahmen des Unternehmens passt.

In einem anderen Beispiel erhält ein Software-Entwickler aufgrund der schlechten Ertragslage des Unternehmens ein Gehalt, das deutlich unter dem marktüblichen Gehalt liegt. In diesem Fall sollte der Software-Entwickler sein bisheriges Gehalt in der Bewerbung nicht angeben, weil er sich sonst unter Wert verkaufen wurde.

Grundsätzlich gilt, dass sich ein Arbeitnehmer, der sich aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus bewirbt, nicht nur beruflich sondern auch finanziell verbessern möchte. Zwischen 10 und 20 Prozent mehr als das jetzige Gehalt könnte man als Gehaltswunsch angeben.

Sollte ein Jahresgehalt angegeben werden, könnte in der Bewerbung beispielsweise dieser Satz stehen: “Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem jährlichen Bruttogehalt in Höhe von …”.

Ist man Berufseinsteiger oder Wiedereinsteiger nach einer Familienpause, ist die Angabe des Gehaltswunsches ungleich schwieriger. In diesem Fall könnte eine Recherche im Internet, eine Anfrage bei Gewerkschaften oder veröffentlichte Gehaltsspiegel in Zeitungen und Fachmagazinen weiterhelfen.