Jobfinder - Vorteile aufzeigen - Mitarbeiterkontrolle

Mitarbeiterkontrolle – Warum und wie?

Mitarbeiterkontrolle ist notwendig und auch sinnvoll, wenn sie richtig durchgeführt wird und die Persönlichkeitsrechte der Mitarbeiter dabei nicht verletzt werden. Während der Arbeitszeiten ist der Arbeitnehmer in der Bringschuld und muss seine vertraglich geregelte Arbeit verrichten. Natürlich möchten Sie als Arbeitgeber dann auch sicherstellen, dass die Arbeitszeit im Sinne des Unternehmens genutzt wird.

Doch welche Möglichkeiten der Mitarbeiterkontrolle haben Sie als Arbeitgeber?

Eines vorweg: in Deutschland ist es durchaus anerkannt, seine Mitarbeiter zu kontrollieren, um die Arbeitsprozesse und auch so etwas wie die Geheimhaltung sicherzustellen. Und doch ist Kontrolle nur unter bestimmten Voraussetzungen überhaupt möglich. So müssen Sie als Arbeitgeber beachten, dass die Menschenwürde nicht angetastet wird und die freie Entfaltung der Persönlichkeit gewährleistet ist. Setzen Sie also eine Videoüberwachung, Internetprotokolle oder Mitschnitte von Telefonaten als Kontrolle ein, dann informieren Sie Ihre Mitarbeiter darüber. Das ist Ihre Pflicht.

Halten wir also fest: egal, welchen Schritt Sie unternehmen werden, Sie müssen für jeden Vorgang eine schriftliche Genehmigung des Arbeitnehmers haben. Entweder Sie lassen sich dies direkt im Arbeitsvertrag unterzeichnen oder in einer Betriebsvereinbarung.

Allerdings sollten Sie trotz Unterschrift immer die Vorschriften im Auge behalten. Selbst wenn der Mitarbeiter einer Videoüberwachung zugestimmt hat, darf diese nicht im Bereich von Duschen oder Toiletten durchgeführt werden. Abgesehen davon, dass dies ein rechtlicher Verstoß ist, würde sich hier auch die Frage stellen, was genau Sie dort kontrollieren möchten.

Auch wenn in Zeiten guter technischer Möglichkeiten vieles möglich ist und das meiste sogar unerkannt geschehen könnte, sollten Sie bei aller Kontrolle auch die Vertrauensbasis nicht vergessen. Kontrolle bekommen Sie auch durch persönliche Gespräche, durch das Einsehen von Zahlen, Daten und Fakten. Auch das Anfordern einer täglichen Status-Nachricht kann für Sie eine Sicherheit darstellen und schränkt den Mitarbeiter in keiner Weise ein.

Fazit: Kontrolle sollte immer so gering wie möglich, aber so gründlich wie nötig durchgeführt werden. Alternativ können Sie Ihre Mitarbeiter immer in den Kontrollprozess mit integrieren und die Wichtigkeit Ihres Tuns erläutern. Kein Mitarbeiter möchte sich kontrollieren lassen. Dennoch ist jedem Mitarbeiter bewusst, dass Sie als Arbeitgeber auch Ihre Pflichten ausüben müssen.

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Mitarbeiterführung: Stile und Anwendung

Wer als Chef eines Unternehmens langfristig Erfolg haben möchte, der sollte eine gewisse Kompetenz in der Mitarbeiterführung besitzen und zu einer guten Kommunikation fähig sein. In großen Firmen werden zu diesem Zweck Manager mit den verschiedenen Bezeichnungen eingesetzt, die dafür sorgen, dass die Mitarbeiter immer eine gewisse Führung erhalten. Doch wie sollte eine gute Mitarbeiterführung in einem Unternehmen überhaupt aussehen? Früher eher durch Autorität besetzt, gilt es heute ein Miteinander zu schaffen, in dem alle gut harmonieren.

Welche Führungsstile gibt es?

Führen kann jeder? Nein, aber jeder kann Mitarbeiterführung lernen. Zum Beispiel in Seminaren, die mithilfe von verschiedenen Rhetorik-Arten bei Ihrer Weiterentwicklung helfen. Doch um sich weiterzuentwickeln, müssen Sie im ersten Schritt wissen, welche Führungsstile möglich sind und welcher zu Ihnen passt.

Mitarbeiterführung Stile Beschreibung
autokratisch bzw. autoritär In diesem Fall handelt es sich um einen eher überholten Führungsstil, der besagt, dass nur einer die Übersicht und die richtigen Lösungen kennt, nämlich derjenige, der führt. Wer sich für diese Art der Führung entscheidet, bekommt ein angespanntes Arbeitsklima und Mitarbeiter, die eher passiv Ihre Aufgaben verrichten und das Mitdenken oft einstellen. Mit diesem Führungsstil erziehen Sie Ihre Mitarbeiter zur Unselbständigkeit und von einem positiven Miteinander können Sie ebenfalls nicht sprechen.
charismatisch Bei einer charismatischen Führung wird eine echte Kommunikationsebene geschaffen und das Selbstvertrauen der Mitarbeiter gestärkt. Der charismatische Chef hat eine Vision und kann diese „Face to Face“ an seine Mitarbeiter weitergeben. Bei dieser Führung stehen Sie ganz vorne und bleiben nicht im Hintergrund. Ihr Selbstbewusstsein ist ansteckend, Ihre Sprache stark und kraftvoll und Sie können nicht nur sich selbst, sondern vor allem Menschen in Ihrem Umfeld motivieren.
bürokratisch Einen bürokratischen Führungsstil finden Sie oft in Behörden oder Ämtern. Dieser beruht auf Gesetzen und Vorschriften. Hier wird nicht nach rechts und links geschaut und der einzelne Mitarbeiter nicht gesehen. Der Arbeitsablauf ist strukturiert und für jeden im Unternehmen gleich, unabhängig von Personen, Fähigkeiten und Motivationen. Selbst als Führungskraft haben Sie hier kaum eine Chance, festgefahrene Strukturen und Abläufe zu verändern. Weil sich hinter diesem Führungsstil keine Persönlichkeit verbirgt, kann hier jederzeit ein Austausch der Führungskraft erfolgen.
demokratisch – kooperativ In diesem Fall findet mithilfe des Führungsstils ein echtes Miteinander statt. Mitarbeiter und Führungskraft bilden eine Einheit und arbeiten gemeinsam an Projekten, Ideen und Ziel-Erreichungen. Die Aufgaben werden nicht nach der jeweiligen Stellung, sondern viel eher nach den Fähigkeiten aufgeteilt. Wichtige Bausteine sind hier das Übertragen von Verantwortung und die Motivation seiner Mitarbeiter. Durch die Tatsache, dass der Mitarbeiter mitbestimmen kann, werden Eigeninitiative und Kreativität gesteigert. Wer demokratisch führt, hat einen weiteren Vorteil: neben zufriedenen Mitarbeitern kann der Ausfall einer Person besser aufgefangen werden, da mehrere Personen in der Lage sind, kurzfristig deren Aufgaben zu übernehmen.
Laissez-faire Wer einen laissez-fairen Führungsstil wählt, der übergibt im Prinzip seine Verantwortung an seine Mitarbeiter. Salopp gesagt lässt man einfach alles laufen und greift weder in Arbeitsprozesse ein, noch stellt man irgendwelche Regeln auf. Mitarbeiter entscheiden und wirken selbständig innerhalb Ihres Arbeitsumfeldes. Die freie Gestaltung des eigenen Arbeitsumfeldes kann bei dem einen oder anderen Mitarbeiter durchaus zu einer Arbeitssteigerung führen, aber nicht alle Mitarbeiter kommen ohne Führung aus und können sich selber motivieren und organisieren.
partizipativ Um Mitsprache wird gebeten, der partizipative Chef gibt seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, bei Führungsentscheidungen mitzuwirken. Voraussetzung ist hier, dass die Führungskraft sich zurücknehmen kann und der Mitarbeiter die Bereitschaft besitzt, die übertragende Verantwortung auch anzunehmen. Dieser Führungsstil setzt aber voraus, dass die Mitarbeiter ständig und zu jeder Zeit gut informiert werden, damit diese überhaupt imstande sind, die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
situativ Wählen Sie einen Führungsstil, der zur Situation und zu Ihrem Mitarbeiter passt. Der situative Führungsstil berücksichtigt bei jedem einzelnen Mitarbeiter die Fähigkeiten, Bedürfnisse und die Situation. Da alle Menschen sehr unterschiedlich sind, kann es sinnvoll sein, seinen Führungsstil den Mitarbeitern anzupassen. Mit Sicherheit können Sie hier gute Ergebnisse erzielen, wenn Ihnen ein ständiges Umdenken gelingt. Die Umsetzung dieses Führungsstils wird allerdings einfacher, wenn Sie erkennen, dass Führen besser gelingt, wenn Sie die Individualität Ihrer Mitarbeiter erkennen.
transformativ Sie bauen Vertrauen auf und sind ein Vorbild. Sie motivieren Ihre Mitarbeiter durch die passenden Herausforderungen und fördern Selbständigkeit und Kreativität. Jeder Mitarbeiter wird passend zu seinen Fähigkeiten und Stärken gefördert. Resultate und Unternehmenszahlen werden offengelegt. Mitarbeiter sind loyal dem Unternehmen gegenüber und bringen überdurchschnittliche Leistungen hervor. Die Zielvorgaben steigern die Leistungen im Unternehmen, Ressourcen aller Mitarbeiter werden gefördert und ausgebaut.

Wertvolle Tipps im Umgang mit Ihren Mitarbeitern?

Wir sind alle nur Menschen, und auch wenn Sie sich für einen guten Führungsstil entschieden haben, dann sollten Sie dennoch wichtige Dinge im Umgang mit Ihren Mitarbeitern beachten.

  • Fördern Sie Ihre Mitarbeiter mit regelmäßigen Feedbacks.
  • Gehen Sie Konflikten nicht aus dem Weg?
  • Erwarten Sie von Ihrem Mitarbeiter keine Leistungen von über 100 %.
  • Vermeiden Sie ständige Kontrollen und bauen Sie lieber ein Vertrauensverhältnis auf.
  • Unterstützen Sie Mitarbeiter, die selbständig arbeiten wollen und können.
  • Flüchten Sie nicht aus Mitarbeitergesprächen, weil Sie angeblich keine Zeit haben.
  • Seien Sie nicht nur anwesend in einem Gespräch mit Ihren Mitarbeitern, sondern hören Sie auch zu, denn dies bedeutet Wertschätzung.
  • Mitarbeiter sind Menschen und so werden Sie Tage erleben, wo diese mit Schwierigkeiten oder Krankheit auf der Arbeit erscheinen. Vermitteln Sie echtes Interesse und schicken Sie lieber einen kranken Mitarbeiter einfach mal nach Hause, denn das beweist echte Menschlichkeit.

Fazit: Seien Sie Mensch und Chef gleichzeitig und behandeln Sie Ihre Mitarbeiter stets so, wie Sie selbst auch gerne behandelt werden möchten. Mit einer guten Mitarbeiterführung werden Sie bessere Umsatzzahlen erreichen und die Fluktuationsrate Ihres Unternehmens vermindern.

Jobfinder - der ideale Mitarbeiter

Der ideale Mitarbeiter?

Der ideale Mitarbeiter: Woran erkenne ich ihn?

Der Erfolg eines Unternehmens hängt in einem großen Maß von den Mitarbeitern ab. Mit den richtigen Leuten an der Seite kann die Firmengeschichte siegreich geschrieben werden. Besonders, wenn die Chemie zwischen den Mitarbeitern stimmt. Natürlich ist die Zusammenarbeit immer ausbaufähig und vieles ist erlernbar. Man sollte sich also nicht abschrecken lassen, wenn gerade anfangs nicht alles so läuft. Mitarbeiter entwickeln sich und arbeiten sich ein. Auch Angebote wie gemeinsame Aktivitäten können ein besseres Klima schaffen. Die beste Strategie ist es, passende Mitarbeiter gleich von vornherein aus dem Bewerberpool „zu fischen“.

Was ist das überhaupt: ein guter Mitarbeiter?

Ob ein Mitarbeiter alle versprochenen Fähigkeit aus dem Bewerbungsgespräch erfüllt, wird sich schnell zeigen. Dennoch geht es nicht nur um die vorhandenen Skills, sondern vor allem darum jemanden zu finden der ins Team passt. Erfahrungen und vergangene Erfolge sind noch lange kein Garant dafür.

Gerade Soft Skills sind erfolgversprechend

Ein Mitarbeiter, der gleich siegessicher seine ganzen Erfolge auf den Tisch legt, möchte manchmal vor allem seine Mängel und Schwachpunkte überspielen. Stellen Sie den Bewerber daher vor Fragen, mit denen er nicht gerechnet hat. Eine wichtige Hilfe ist das Angebot einer Probearbeit. Hier können sich Soft Skills offenbaren, die für ein wertvolles Miteinander wichtiger sind als die eigentlichen Qualifikationen.

Das Ganze im Blick haben

Wichtig bei der Wahl  ist die Beurteilung, wie sich die Rolle des Bewerbers innerhalb der Belegschaft einschätzen lässt. Denn neue Mitarbeiter verstehen es oftmals eher als lang gediente Angestellte aus ihren Kollegen das Beste herausholen. Auch der Charakter des Teams ist von Bedeutung. So kann sich eine Karriere-Singlefrau in einer Gruppe von halbtagsbeschäftigten Müttern durchaus isoliert und nicht zugehörig fühlen. Auch die Temperamente sollten mit einbezogen werden. Nicht immer ist die bunte Mischung die beste. Im Zweifel beziehen Sie vorhandene Mitarbeiter in den Auswahlprozess mit ein.

Jobfinder - Karriere

Leistungsgerechte Bezahlung ist wichtig

Wer seine Mitarbeiter lange an sein Unternehmen binden möchte, der muss eine leistungsgerechte Bezahlung in Betracht ziehen. Eine angemessene Entlohnung ist gute Motivation für den Mitarbeiter. Sie gibt ihm das Gefühl, dass er in seinem Unternehmen geschätzt wird. Wer neuer Unternehmer ist, informiert sich vor einer Einstellung am besten mit den durchschnittlichen Löhnen der verschiedenen Berufsgruppen.

Mit nur wenigen Klicks finden Sie online alles über jede Berufsgruppe und über die verschiedenen Branchen heraus. So erfahren Sie, wo der Durchschnittslohn angesiedelt ist. Als Anfangsgehalt ist es durchaus normal und üblich, eine Entlohnung unterhalb des Durchschnittslohnes vorzunehmen. Aber nach der Probezeit oder wenn der Mitarbeiter gute Leistungen vollbringt, passen die den Netto-Lohn entsprechend an. Warum wir von JobFinder.de auf den Netto-Lohn hinweisen? Weil für den Mitarbeiter in erster Linie zählt, was am Monatsende auf seinem Konto ankommt. Möchten Sie also eine faire Lohnanpassung durchführen, informieren Sie sich, in welchen Lebensumständen bzw. in welcher Steuerklasse sich Ihr Mitarbeiter befindet.

Alternativ zu einer festen Lohnanpassung sind es Leistungseckpunkte, die Sie vergeben können, die dazu führen, dass Sie Ihren Mitarbeiter immer dann mit einem Bonus oder einer Leistungszulage versehen, wenn er außergewöhnliche Leistungen vollbringt. Dies hat einen großen Vorteil, weil Sie Ihren Mitarbeiter nur dann mit einem leistungsgerechten Lohn unterstützen, wenn er auch die passende Leistung im Unternehmen zeigt. Ferner schaffen Sie mithilfe der Leistungspunkte eine dauerhafte Motivation. Und der Mitarbeiter erfährt, dass er wirklich für seine Leistung bezahlt wird.

Was geschieht, wenn Sie keine leistungsgerechte Bezahlung vornehmen?

In einem Unternehmen trennt sich schnell die Spreu vom Weizen, wenn ein Niedriglohn beibehalten wird. Es sind die eher durchschnittlichen Mitarbeiter, die in der Regel auf Ihrem Arbeitsplatz mit dem Gefühl sitzen bleiben, Sie können an dieser Situation nichts verändern. Aber die guten und einzigartigen Mitarbeiter, die kennen Ihre Talente und wissen um Ihre Möglichkeiten; diese werden Sie nach mehreren fruchtlosen Gehaltsverhandlungen sehr wahrscheinlich verlieren.

Überdenken Sie also die Lohnstruktur in Ihrem Unternehmen. Selbst bei Tariflöhnen oder Gehaltstabellen für Angestellte im öffentlichen Dienst (TVÖD) ist eine Gehaltsanpassung möglich. Bezahlen Sie Ihre Mitarbeiter nicht einfach nach Ihrer Berufsbezeichnung, denn dann bekommen zum Beispiel alle Teamleiter denselben Lohn. Nein, starten Sie mit einer Bezahlung, die auch dazu passt, was der einzelne Mitarbeiter für Ihr Unternehmen leistet.